19.08.2018

Von: Peter Gebauer

VERGABE DES BUSVERKEHRS IM MAIN-KINZIG-KREIS

VIABUS: Kreis gesteht Fehler ein

Runder Tisch im Main-Kinzig-Kreis. Die zum Teil gravierenden Störungen nach der Übernahme des Busverkehrs durch das Busunternehmen Viabus waren Ende vergangener Woche Gegenstand einer Gesprächsrunde.


Iveco-Bus der Firma Viabus. (Foto: Peter Gebauer)

Iveco-Bus der Firma Viabus. (Foto: Peter Gebauer)


Der zuständige Kreisbeigeordnete Winfried Ottmann hatte gemeinsam mit der Geschäftsführung der Kreisverkehrsgesellschaft (KVG) Vertreter der betroffenen Kommunen sowie mehrerer Schulen zu einem Runden Tisch nach Gelnhausen eingeladen. Wie der lokale Online-Dienst Osthessen-News berichtet, betonte der Verkehrsdezernent dabei, dass die umfassende Aufarbeitung der Missstände unverzichtbar sei, um im Sinne aller Beteiligten ein zukunftsfähiges Konzept zu erwirken und solche Fehler in Zukunft auszuschließen zu können.

Die größten Fehler lagen dabei aber nicht bei Viabus. Die Grundlagen für die nach der Betriebsübernahme gültigen und dann als mangelhaft erkannten Fahrpläne sowie die jüngsten Ausschreibungen der Dienstleistungen seien bereits vor längerer Zeit gelegt worden. Seitdem habe es an der Spitze der Kreisverkehrsgesellschaft durch unglückliche Umstände zweimalige Personalwechsel gegeben, ohne das eine sorgfältige Übergabe der Geschäftsführung hätte stattfinden können. In den vergangenen Wochen seien nun die Lücken in der Dokumentation und die zum Teil erheblichen Probleme des gesamten Systems der Fahrpläne, Linienführungen und Abhängigkeiten deutlich geworden, sagte der Verkehrsdezernent. »Wir haben diese Hintergründe sowie entsprechende Konsequenzen in einem offenen und intensiven Gespräch erörtert.«

»Wir haben noch einen umfassenden Maßnahmenkatalog vor uns, aber spätestens bis zu den Herbstferien sollen allen Punkte umgesetzt sein«, sagte Ottmann. In Gesprächen mit Viabus sei außerdem vereinbart worden, die Sprachkenntnisse der Busfahrer zu schulen, das kundenorientierte Verhalten zu verbessern sowie eine einheitliche Dienstkleidung einzuführen. Mit Blick auf die im Rahmen der Interimsvergabe eingesetzten älteren Fahrzeuge wurde zugesichert, die offensichtlichen und sicherheitsrelevanten Mängel unverzüglich abzustellen. Außerdem sollen auf den Schulbuslinien kurzfristig Fahrer mit besseren Sprachkenntnissen eingesetzt werden. 


Kategorie: Recht & Politik, Betrieb