08.08.2018

Von: Thomas Burgert

TESTBETRIEB IN DEN STADTBAHNEN

BRAUNSCHWEIG: Mobile Ticketautomaten

In den Stadtbahnen der Braunschweiger Verkehrs-Gesellschaft sollen künftig keine Tickets mehr vom Fahrer verkauft werden, was das Personal entlasten soll.


Die neuen Automaten sollen rund 14 Tage getestet werden. (Foto: Braunschweiger Verkehrs-Gesellschaft)

Die neuen Automaten sollen rund 14 Tage getestet werden. (Foto: Braunschweiger Verkehrs-Gesellschaft)


Seit Mittwoch, 8. August, sind die ersten beiden Tramino Straßenbahnen mit den neuen mobilen Ticketautomaten im Netz der Braunschweiger Verkehrs-Gesellschaft unterwegs. Rund 14 Tage sollen die Automaten in den modernen Niederflurbahnen getestet werden, bevor dann die Ausstattung der 16 weiteren Tramino Stadtbahnen beginnt.

Bis Ende August sollen laut Unternehmensangaben dann alle achtzehn Tramino mit Automaten ausgestattet sein, der Fahrscheinverkauf beim Fahrer wird auf diesen Bahnen eingestellt. Ihnen folgen dann die Stadtbahnen aus den 2007er und 1995er Baureihen, so dass bis Ende des Jahres alle Nierderflurbahnen der Verkehrs-Gesellschaft mit Automaten ausgestattet sind. Die sieben für 2019 neu bestellten Tramino II sind mit der Inbetriebnahme mit mobilen Automaten ausgestattet. Ein Fahrscheinverkauf durch das Fahrpersonal wird es dann auf Braunschweiger Straßenbahnen nicht mehr geben.

Die neuen Ticketautomaten bieten eine einfache Bedienung über ein 15-Zoll-Touch-Display. Fahrgäste können an den Automaten das Angebot des gesamten Ticketsortiments im Verbundtarif Region Braunschweig (VRB) erwerben Die Zahlung ist mit Münzen und Scheinen möglich, zudem wird eine Kartenzahlung (V-Pay, Maestro und Girocard) angeboten. Kontaktloses Zahlen sei in Vorbereitung.

»Wir erwarten eine deutliche Entlastung unseres Fahrpersonal durch den Automatenverkauf, welches circa 80.000 Tickets im Jahr nur auf den Straßenbahnen verkauft«, sagt Jörg Reincke, Geschäftsführer der Verkehrs-Gesellschaft. Außerdem erwarte man dadurch eine deutliche Verbesserung der Pünktlichkeit der Straßenbahnen, die nun keine längeren Standzeiten an Haltestellen haben werden, was eine höhere Anschlusssicherung an Buslinien bedeute, fügte Reincke hinzu. 


Kategorie: Betrieb, Marketing/Vertrieb