EINMONATIGER PILOTBETRIEB

IOKI: Schülerbeförderung per App

Die Mobilitätstochter der Deutschen Bahn »ioki« testet ab 28. Mai für vier Wochen gratis die Beförderung von zehn Schulkindern zur Grundschule. Die Fahrten können per App angemeldet werden.


Ein solcher Ford Tourneo (links) soll die Grundschüler befördern. Der Van im Bild »hört« auf den Namen Wolfgang. (Symbolfoto: DB AG / Philipp Trocha)

Ein solcher Ford Tourneo (links) soll die Grundschüler befördern. Der Van im Bild »hört« auf den Namen Wolfgang. (Symbolfoto: DB AG / Philipp Trocha)


Bislang hätten die Eltern die Beförderung der Schüler aus dem Schönecker Ortsteil Oberdorfelden (Hessen, Main-Kinzig-Kreis) zur Grundschule Niedersorfelden selbst organisiert, da es keinen Schulbus gebe, berichtet der Hanauer Anzeiger. Dann habe die Elternbeirätin Nicole Willms, welche den ioki-Geschäftsführer kenne, einen Testbetrieb der DB-Tochter angeregt. Ioki testet einen On-Demand-Service für DB-Mitarbeiter in Frankfurt am Main (der Rote Renner berichtete). Das Unternehmen wolle sich jedoch nicht nur auf Städte beschränken, sondern auch Mobilitätsangebote in ländlichen Gegenden testen. Mit einem Van des Typs Ford Tourneo mit fünf Fahrgastplätzen, welcher in Frankfurt startet, sollen die zehn Mädchen und Jungen befördert werden, was bedeute, dass das Fahrzeug mindestens zweimal seine Strecken zurücklegen müsse. Ein Ersatzfahrzeug samt Fahrer sei verfügbar. Man befördere Schüler der ersten und zweiten Klasse mit unterschiedlichen Stundenplänen und freitags müssten alle Schüler zur ersten Stunde in der Schule sein: »Wir wollten es uns nicht zu einfach machen«, sagte Projektleiter bei ioki Denny Klisch, der den Erfahrungsgewinn des Testprojekts mehrmals gegenüber der Tageszeitung betonte.

Im Gegensatz zu Frankfurt handle es sich hierbei nicht um spontane Fahrten. Per App können Eltern die Fahrten für die Folgewoche per App festlegen. Zur Verfügung stehen drei Zustiegspunkte und zwei Abfahrtszeiten. Es könne auch kurzfristig storniert werden, schließlich könnte ein Kind auch mal krank werden. Das System fasse die Buchungen bestmöglich zusammen. Man wolle darüber Erkenntnisse gewinnen, wie lange die Schüler zum Einsteigen benötigen – in Frankfurt brauchen die (erwachsenen) Fahrgäste zwischen zehn und 15 Sekunden zum Check-in mit Buchungscode. Auch wolle man Fragen zur Finanzierung solcher Angebote klären. Interessant für die Eltern ist auch die Bestätigung des Zu- und Ausstiegs ihres Kindes an ihr Handy.


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