11.01.2018

Von: Thomas Burgert

Klares Ergebnis

Auch wenn derzeit die Steuerquellen in Deutschland so reich sprudeln wie nie, sind doch die Gelder irgendwie immer knapp und Fördergelder, die die öffentliche Hand verteilen kann, nicht unendlich. Wie diese Fördergelder im Verkehrsbereich am besten auszugeben sind, dazu hat laut einer aktuellen Umfrage eine Mehrheit der Bevölkerung eine klare Meinung: lieber den ÖPNV ausbauen, als Straßen aus- und neu zu bauen.



Um die Frage geht es aktuell auch in Niedersachsen. Hier hat die Landesregierung eben erst verkündet, dass man 82 Millionen Euro in die Förderung des Nahverkehrs investiert und einen Tag später hat zwischen den Parteien die Diskussion begonnen, ob lieber der ÖPNV oder aber der Straßenbau gefördert werden muss. Beides, möchte man ihnen zurufen, denn in beiden Bereichen herrscht Bedarf – und das schon seit Jahren.

An einem Ausbau des ÖPNV und der damit verbundenen notwendigen Förderung kommt keine Landesregierung vorbei und auch bei jeder neuen Bundesregierung sollte das Thema weit oben auf der Agenda stehen. Ein drohender Verkehrskollaps in den Ballungsräumen, das Erreichen der Klimaschutzziele, Herausforderungen durch den technologischen Wandel und die Daseinsvorsorge im ländlichen Raum machen dies absolut notwendig. Umfrageergebnisse – wie eingangs zitiert – zeigen, dass die Bevölkerung dies auch so sieht.

Thomas Burgert


Kategorie: Editorial