19.12.2017

Von: Peter Gebauer

FISCHLE, SCHLIENZ UND SCHEFENACKER SCHEITERN BEI VERGABE

SVE: Rexer gewinnt in Esslingen

Das Calwer Busunternehmen Albert Rexer fährt künftig ein Drittel der Buslinien in Esslingen. Die alteingesessenen Firmen Fischle, Schlienz und Schefenacker haben sich vergeblich beworben.


Überraschung in Esslingen: Bei der Vergabe hat sich das Busunternehmen Albert Rexer aus Calw gegen die alteingesessenen Firmen Fischle, Schlienz und Schefenacker durchgesetzt. (Foto: Albert Rexer)

Überraschung in Esslingen: Bei der Vergabe hat sich das Busunternehmen Albert Rexer aus Calw gegen die alteingesessenen Firmen Fischle, Schlienz und Schefenacker durchgesetzt. (Foto: Albert Rexer)


Wie die Stuttgarter Nachrichten dazu berichten, habe das Calwer Unternehmen nach Aussage der Esslinger Stadtverwaltung das wirtschaftlich günstigste Angebot abgegeben. Fischle, Schlienz und Schefenacker sind seit Jahrzehnten als Subunternehmer für den Stadtverkehr Esslingen (SVE) gefahren und haben in den vergangenen Jahrzehnten zusammen rund die Hälfte der Strecken des Stadtverkehrs bedient.

Wie die Zeitung weiter berichtet, fühlen sich die Esslinger Busunternehmer von der Entscheidung überrumpelt. Auf Anfrage teilten sie demnach lediglich mit, jetzt die offizielle Mitteilung der Stadt abwarten zu wollen. Zuvor wollte keiner der Busunternehmer der Zeitung etwas sagen. Frank Fischle habe darüber hinaus aber erklärt, er habe für sein Unternehmen einen Plan B. Auch Arno Ayasse, Geschäftsführer des Busunternehmens Alfred Rexer, will dem Bericht zufolge zunächst abwarten. »Wir wollen erst die Nachricht der Stadt abwarten, außerdem ist es theoretisch möglich, dass jemand einen Widerspruch einlegt«, sagte Ayasse der Zeitung.

Fischle und Schlienz hatten nach der Entscheidung der Stadt, künftig an die 70 Prozent der Verkehrsdienstleistung selbst erbringen zu wollen, bereits einen Antrag auf eigenwirtschaftlichen Verkehr abgegeben und dafür sogar die Anschaffung von Elektrobussen in Erwägung gezogen. Doch das zuständige Regierungspräsidium sprach sich dagegen aus. Bei der nun erfolgten Vergabe des restlichen Drittels verloren sie gegen den Mitbewerber aus Calw.

Die Umstellung des Esslinger Stadtverkehrs soll im Juli 2018 erfolgen. Dafür muss der SVE noch sechs Elektrohybridbusse beschaffen, die mit sowie ohne Oberleitung fahren können müssen.


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