13.11.2017

Von: Thomas Burgert

MARIO KÖNIG STEINBRÜCK-NACHFOLGER BEIM MDO

MDOT: Ausbau statt Stolpersteine gefordert

Beim Treffen der drei mitteldeutschen Omnibusverbände standen Themen wie bürokratische Hürden beim Reiseverkehr und alternative Antriebe auf der Tagesordnung.


Helmut Jetschke (links), Vorstandsvorsitzender des LSOT und Mario König Vorsitzender des MDO (Foto: MDOT/ Tonya Schulz)

Helmut Jetschke (links), Vorstandsvorsitzender des LSOT und Mario König Vorsitzender des MDO (Foto: MDOT/ Tonya Schulz)


Unter dem Motto »Gemeinsam Zukunft gestalten« haben sich am 8. und 9. November Mitglieder der Omnibusverbände aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beim 13. Mitteldeutschen Omnibustag in Halle (Sachsen-Anhalt) getroffen. An der Veranstaltungen nahmen rund 70 Mitglieder des Landesverbandes Sächsischer Omnibus- und Touristikunternehmer (LSOT), des Verbandes Mitteldeutscher Omnibusunternehmer (MDO) und des Verbandes der Omnibusunternehmer Sachsen-Anhalt (VSAO) teil.

Es sei allen klar, dass »der öffentliche Personennahverkehr ausgebaut werden muss, wenn wir die Klimaziele erreichen wollen«, sagte Mario König, der frisch gewählte Vorsitzende des Thüringer Verbandes MDO. Wolfgang Steinbrück war als MDO-Vorsitzender am 18. September 2017 im Zuge seiner Insolvenz-Anmeldung zurückgetreten, einen Tag, bevor er auch sein Amt als Präsident des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer (BDO) niederlegte (der Rote Renner hatte berichtet). Der Bus sei nachweislich ein sicheres, sauberes und preiswertes Beförderungsmittel, doch lege die Politik dem Bus »Stolpersteine in den Weg«, hieß es bei der Tagung.

Ein weiteres Thema der Tagung waren die bürokratischen Hürden, mit denen Busunternehmen bei Reisen innerhalb Europas zu kämpfen haben. Genannt wurden unter anderem die Mehrwertsteuerregelung im Ausland oder Durchfahrtsverbote in Innenstädten. Die gewonnene Reisefreiheit ohne Grenzen werde den Unternehmen »durch eine überbordende Bürokratie verleidet«.

Bei einer Podiumsdiskussion stand das Thema Fahrzeugantriebe der Zukunft im Mittelpunkt. Busse mit Gas- oder Elektroantrieb sind im Gebiet der drei Verbände bereits im Einsatz und zeigen damit CO2-sparende Alternativen auf. Bei der Podiumsdiskussion zu den Fahrzeugantrieben der Zukunft ergab sich ein differenziertes Bild. Das Podium war sich völlig darin einig, dass es nicht die eine Antriebslösung der Zukunft geben wird, sondern dass mehrere umweltfreundlichere Antriebsarten nebeneinander existieren werden. Auch der Dieselantrieb werde noch lange Zeit nicht zu ersetzen sein. Zudem schneide »die E-Mobilität lange nicht so gut ab, wie öffentlich gern dargestellt wird«.

Im Rahmen des Mitteldeutschen Omnibustages wurden zudem 39 Busfahrerinnen und Busfahrer für bis zu 15 Jahre unfallfreies Fahren ausgezeichnet.


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