NACH VERLORENEM AUFTRAG IM OSL-KREIS

SBN: Fahrer klagen vor Arbeitsgericht

Fahrer der Südbrandenburger Nahverkehrsgesellschaft (SBN) klagen vor dem Arbeitsgericht Cottbus gegen ihren früheren Arbeitgeber sowie teilweise gegen die Neubetreiberin Kraftverkehrsgesellschaft Dreiländereck (KVG).



Wie der Rote Renner bereits berichtet hatte, hat die Netinera-Tochter SBN ihren Fahrauftrag im Oberspreewald-Lausitz-Kreis (OSL) sowie in den Städten Senftenberg und Lübbenau zum Ende Juli 2017 verloren. Die SBN sowie deren Beschäftigte haben dem Kreis vorgeworfen, bei der Ausschreibung zwar die Bezahlung nach TV-N Brandenburg festgeschrieben zu haben, allerdings nicht eine Beschäftigtenübernahme, weshalb die SBN aufgrund höherer Personalkosten von 500.000 Euro jährlich keine Chance gehabt hätte.

Wie die Lausitzer Rundschau nun berichtet, sollen vor dem Arbeitsgericht Cottbus am 19. September gleich zehn Klagen gegen die SBN eröffnet werden. In drei Fällen sei die KVG weitere Beklagte neben der SBN und in einem Fall auch die OSL Busverkehr, eine KVG-Tochter, die von der KVG mit der Durchführung des Verkehrs im OSL-Kreis beauftragt sei. Die SBN-Angestellten würden auf Übernahme im Wege des Betriebsübergangs, eine höhere Abfindung oder – in einem Fall – auf Weiterbeschäftigung bei der SBN klagen, erfuhr die Zeitung von Gerichtssprecherin Lore Seidel. Laut Gerichtssprecherin entstünden den ehemaligen SBN-Fahrern bei einem Neuanfang bei der Ausschreibungsgewinnerin Gehaltseinbußen von bis zu 500 Euro im Monat.


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