21.06.2017

Von: Peter Gebauer

LINIENBÜNDEL IM RHEINGAU UND TAUNUS NEU VERGEBEN

RTV: Verträge unterschrieben

Die Verträge mit den drei Busunternehmen, die bei der europaweiten Ausschreibung für vier Linienbündel im Rheingau-Taunus-Kreis die wirtschaftlich besten Angebote abgegeben haben, sind jetzt von den Beteiligten unterschrieben worden.


Bus der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft. (Foto: RTV)

Bus der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft. (Foto: RTV)


Das berichten der Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, Landrat Burkhard Albers, und die beiden Geschäftsführer der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV), Roland Buitkamp und Thomas Brunke. Nun können die Firmen zum obligatorischen Fahrplanwechsel Mitte Dezember an den Start gehen.

Die Kostensteigerung halte sich im Vergleich zum aktuellen Aufwand und zum bezifferten Erwartungswert im Rahmen, sagt Buitkamp. Derzeit zahle die RTV für die Leistung zirka 5,4 Millionen Euro; ab Dezember dann etwa 5,86 Millionen Euro. Der Erwartungswert habe bei knapp 5,8 Millionen Euro gelegen. »Die Zahlen sprechen eine Sprache; wichtig ist aber auch, dass wir unseren Qualitätsstandard an einigen Stellen leicht verbessern konnten«, so die Geschäftsführer.

Die Ausschreibung beinhaltete vier Lose für das Linienbündel Eltville/Walluf/Schlangenbad, für das Linienbündel Taunusstein, für das Linienbündel Bad Schwalbach und für das Linienbündel Aar/Rufbus
. Für den Bereich Eltville bekam die Martin Becker GmbH aus Altenkirchen, die zur Rhenus Veniro GmbH & Co. KG gehört, den Zuschlag, die Bereiche Taunusstein und Bad Schwalbach gingen an die in Heidenrod-Kemel ansässige Engelhardt Omnibusbetrieb GmbH und Los 4 an die Fahr-Plan Verkehrsgesellschaft in Idstein, berichtet die RTV-Geschäftsleitung. Die Laufzeit der bestehenden Verkehrsverträge aus der Ausschreibung von 2009 endet zum 9. Dezember 2017.

Wie Brunke weiter berichtet, werden nur noch Niederflurbusse eingesetzt, um Fahrgästen mit Kinderwagen oder Menschen, die in einem Rollstuhl sitzen, den Einstieg zu erleichtern. Die erforderlichen Kapazitäten sind berechnet und müssten ausreichen. »Wenn wir auf einer Linie eine verstärkte Nachfrage erkennen, können wir als RTV nachjustieren«, sagt Geschäftsführer Brunke. In den Bussen gibt es eine Videoüberwachung aus Sicherheitsgründen und Klimaanlagen.

Einstieg in E-Mobilität derzeit nicht darstellbar


Der Einstieg in die E-Mobilität war derzeit noch kein Bestandteil der Ausschreibung
. Da die RTV selbst keinen Fuhrpark an Bussen hat, muss sie auf das Angebot der Unternehmen eingehen. »Elektro-Busse sind für uns ein Thema, dass für uns derzeit aber noch nicht darstellbar ist«, so Brunke. Zumal die Infrastruktur fehle.


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