MÜNCHEN: Rückfallebenen im Fahrplan

Die Unsicherheit hinsichtlich der Zulassung der Variobahnen hat Auswirkungen auf die Gestaltung des künftigen Fahrplans der Münchner Verkehrsgesellschaft.


Die Variobahnen fahren zunächst nur als Verstärker, die später in den Regelfahrplan integriert werden sollen (Foto: MVG)

Die Variobahnen fahren zunächst nur als Verstärker, die später in den Regelfahrplan integriert werden sollen (Foto: MVG)


Herbert König, Vorsitzender der Geschäftsführung der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und Geschäftsführer Verkehr der Stadtwerke München, stellte die wesentlichen Änderungen im Tramfahrplan ab dem 9. Dezember 2012 gemeinsam mit Burkhard Hüttl, Leiter Regie und Steuerung bei der MVG, in München vor. Um für den Fall eines kurzfristigen Ausfalls der Variobahnen (Der Rote Renner berichtete) gerüstet zu sein, werde das Angebot im Trambereich so gestaltet, dass einerseits möglichst viele Verbesserungen umgesetzt werden, andererseits aber mit Hilfe von »Schubladenplänen« im Fall des Falles »geordnet« reagiert werden könne.


Die Verbesserungen zum Fahrplanwechsel bestehen im wesentlichen aus der Einführung von Verstärkerlinien und -fahrten, die zurückgenommen oder durch Busse ersetzt werden könnten. Sollten alle Variobahnen ausfallen, müssten im Extremfall in Spitzenzeiten zwei Abschnitte im Tramnetz gestrichen und durch Busse ersetzt werden. Das sei zwar »unwahrscheinlich«, man habe aber entsprechende Dienstpläne vorbereitet.


Sollten die Variobahnen im Frühjahr 2013 ihre endgültige Zulassung erhalten, werde es einen »kleinen« Fahrplanwechsel geben. Dann würden vor allem zunächst als Verstärkerzüge benannte Fahrten in den regulären Fahrplan übernommen. Das jetzt umzusetzende Konzept erfülle die im Leistungsprogramm geplanten Verbesserungen beim Liniennetz vollständig, beim Platzangebot weitestgehend und bei den Fahrplantakten zum größten Teil.


Kategorie: Betrieb