HKX: Bahn-Stammkunden keine Zielgruppe

Der Hamburg-Köln-Express sieht Vielfahrer mit der Deutschen Bahn nicht als seine Zielgruppe an, sondern vor allem Menschen, die auf den Preis achten und Zeit haben.


So hätte es in der »Basic«-Zone des HKX ab dem 23. Juli aussehen sollen (Grafik: HKX)

So hätte es in der »Basic«-Zone des HKX ab dem 23. Juli aussehen sollen (Grafik: HKX)


Eine Fahrt mit dem Hamburg-Köln-Express (HKX) von Hamburg nach Köln oder umgekehrt wird je nach konkreter Verbindung und Buchungszeitpunkt zwischen 20 und 60 Euro kosten. Stammkunden der Deutschen Bahn mit Bahncard 50 zahlen in der zweiten Klasse 41, 50 Euro.


In einem Interview mit der Wirtschaftswoche sagte HKX-Geschäftsführerin Eva Kreienkamp, Inhaber der Bahncard 50 seien nicht die Zielgruppe. Man wolle vielmehr Menschen ohne eine solche Bindung an die Deutsche Bahn erreichen. Man ziele auf Kunden ohne Bahncard oder Seltener-Fahrer mit Bahncard 25, die vorrangig auf den Preis achteten und zeitlich flexibel seien. Außerdem biete der HKX jedem Fahrgast einen festen Sitzplatz.


Maria Leenen von SCI Verkehr hatte bereits im März darauf hingewiesen, dass das private Konkurrenzangebot auf der Strecke Köln–Hamburg der DB nicht weh tun werde. Das gelte sowohl für den HKX als auch das angekündigte MSM-Angebot. Beide Angebote lägen qualitativ unter dem der Deutschen Bahn. Angesprochen würden preissensible Kunden, damit stünden HKX und MSM stärker in Konkurrenz zu Fernbuslinien.


Frau Kreienkamp sprach von einem »stabilen« Vorverkauf für HKX-Fahrkarten, die seit dem 4. Juli angeboten werden und ab 23. Juli genutzt werden können. Neben dem Internet wolle man den Telefonverkauf nutzen und Tickets direkt im Zug anbieten. Sie sagte, HKX verhandele gegenwärtig mit Regionalbahnen und »den Nahverkehrsbetrieben in Hamburg und Köln« über eine Zusammenarbeit im Vertrieb. Den Vertrieb über ihre »Reisezentren«, die Fahrkartenschalter in den Bahnhöfen, habe die DB abgelehnt.


Kategorie: Betrieb, Top-News