PREISE STEIGEN ANFANG 2016 UM 2,9 PROZENT

VRR: Preisstufe E am Ende

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr wird zum 1. Januar 2016 seine Fahrpreise um durchschnittlich 2,9 Prozent anheben.


Jose Luis Castrillo verantwortet beim VRR den Bereich Tarife (Foto: VRR)

Jose Luis Castrillo verantwortet beim VRR den Bereich Tarife (Foto: VRR)


Die Steigerung, die der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) als »moderat« bezeichnet, soll nach den Worten von VRR-Vorstand José Luis Castrillo dazu beitragen, »steigende finanzielle Aufwände bei den Verkehrsunternehmen zu kompensieren«. Gegenüber den Vorjahren ist der Anstieg geringer, nicht zuletzt wegen der Entwicklung der Energiekosten.


Die neuen Tarife ab 2016 bringen aber nicht für alle Fahrgäste Mehrkosten mit sich. So bleibt der Preis für eine Einzelfahrt innerhalb einer Stadt (Preisstufe A) unverändert bei 2,60 Euro. Ausgenommen von der Anhebung sind zudem der Einzelfahrschein für Kinder (in allen Preisstufen 1,60 Euro) und das Zehnerticket. Letzteres gibt es nur per Smartphone, durch den stabilen Preis steigt der Rabatt. So soll dieser Vertriebsweg für Gelegenheitskunden attraktiver werden.


Die als Relikt aus dem Zusammenschluss mit der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN) Anfang 2012 im Tarif verbliebene Preisstufe E wird abgeschafft. Diese Preisstufe hatte, ebenso wie die damit verbundene Einführung der Preisstufen D Süd und D Nord bei Zeitfahrkarten, für ein Gemisch aus Verwirrung und Verärgerung bei den Kunden gesorgt.


Künftig markiert die Preisstufe D das obere Ende des Tarifs, sie ermöglicht verbundweite Fahrten. Für bisherige Nutzer der Preisstufe E bringt das deutliche Abschläge mit sich. So steigt der Preis für die besonders beliebte Dauerkarte Ticket 2000 Abo in Stufe D Anfang 2016 von 152,43 auf 166,34 Euro monatlich. In (Noch-)Preisstufe E zahlen die Kunden hier gegenwärtig 223,13 Euro. Sie fahren also künftig 56,79 Euro günstiger.


Gute Nachrichten auch für angehende Studierende. Der Verwaltungsrat des VRR hat der Einführung eines weiteren Sonderfahrscheins zugestimmt. Erstmals gibt es ab 1. August 2015 das »Vorkurs-Ticket«. Es gilt 30 Tage für den gesamten Verbundraum, kostet 54,65 Euro und soll künftigen Erstsemestern den Besuch von Vorkursen für Studienanfänger ermöglichen. Da die Besucher dieser Kurse noch nicht den Status ordentlich Studierender haben, gelten für sie die Semesterticket-Vereinbarungen nicht. 


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