WELTPREMIERE IN HAMBURG

HOCHBAHN: Voll-elektrische Gelenkbusse starten

Seit Dienstag, 24. Februar 2015, setzt die Hamburger Hochbahn zwei Batteriebusse mit Brennstoffzelle als Range-Extender im regulären Fahrgastbetrieb ein.


Hochbahn-Chef Günter Elste (links) mit Busfahrer Horst Opitz (Foto: Hochbahn)

Hochbahn-Chef Günter Elste (links) mit Busfahrer Horst Opitz (Foto: Hochbahn)


Die Fahrzeuge fahren voll-elektrisch und sind damit lokal emissionsfrei. Die Busse vom Typ Solaris Urbino 18,75 electric kombinieren die Vorteile der Batterie (kostengünstiger Strom) mit den Vorteilen der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik (höhere Reichweite). So schaffen sie mehr als 250 Kilometer ohne nachzuladen oder nachzutanken.


Angetrieben werden die Solaris-Busse von einem 240-Kilowatt-Elektro-Motor. Der Vorstandsvorsitzende der Hochbahn, Günter Elste, sagte anlässlich der Jungfernfahrt: »Wir werden diese neue Technologie auf Herz und Nieren prüfen. Das Konzept überzeugt. Jetzt geht es darum im Alltagseinsatz zu schauen, wie sich diese Busse ökonomisch und ökologisch bewähren.«


Ab 2020 möchte die Hochbahn ausschließlich lokal emissionsfreie Busse in Hamburg einsetzen. Neben den Batteriebussen mit Brennstoffzelle als Range-Extender (zu deutsch: als Reichweitenerweiterung) setzt das Unternehmen auf dieselelektrische Hybridbusse, Elektro-Hybrid mit Plug-in-Technik und Brennstoffzellenhybridbusse.


Fahren werden die umweltfreundlichen Solaris-Busse auf der Innovationslinie 109. Auf der rund zehn Kilometer langen Strecke fahren ausschließlich Busse mit innovativen, umweltfreundlichen Antrieben. Die Hochbahn testet so mit Unterstützung des Fraunhofer Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften verschiedene Antriebsarten unter identischen Rahmenbedingungen (der Rote Renner berichtete). »Die Erkenntnisse aus dem Projekt werden wir auch allen anderen Verkehrsunternehmen zur Verfügung stellen«, verspricht Elste. 


Kategorie: Betrieb, Technik, Top-News