KOMBIBUS: Neue Märkte

Das von der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft, Schwedt, betriebene Modellprojekt Kombibus bietet jetzt Verbindungen nach Berlin an – allerdings nur für Güter, nicht für Fahrgäste.



Im Projekt Kombibus transportieren die Busse der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft (UVG) neben Fahrgästen auch Warensendungen, in der Regel von Produzenten in der Region zu Vermarktern in der Region (Der Rote Renner berichtete). Die Zustellung der Güter erfolgt in aller Regel am selben Tag. Genutzt wird das Angebot insbesondere von kleineren Betrieben, für die sich ein eigener (Klein-)Laster zur Auslieferung der Produkte nicht lohnt.


 In Zusammenarbeit mit der Uckermärkischen Fruchthandelsgesellschaft Geko wurde das Angebot für Kombibus-Frachtkunden jetzt erweitert. Durch Bündelung der Waren an einem Punkt und Übergabe an Geko ist es möglich, dass uckermärkische Produzenten ihre Güter zu Empfängern in Berlin bringen lassen. Von der Aktion profitieren sowohl die Kleinsterzeuger in der Uckermark, denen sich ein neuer Markt erschließt, als auch die Geko, die freie Kapazitäten in ihren Fahrzeugen füllen kann.


 Das Modellvorhaben Kombibus wird vom Bundesinnenministerium unterstützt. Es soll dazu dienen, neue Wege zu einem wirtschaftlichen ÖPNV in ländlichen Regionen zu erproben. Die UVG hat die Aufgabe Kombibus zwischenzeitlich als eigenes Geschäftsfeld in das Unternehmen integriert.


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