VM/WERNER: Verkauf in die Schweiz

Die Schweizer Aktiengesellschaft Transport Capital hat zum 1. November 2013 die Verkehrsgesellschaft Mittelhessen (VM) und die Verkehrsgesellschaft Werner von Abellio übernommen.


VM gehört jetzt wie Werner dem Schweizer Investor Transport Capital (Foto: Abellio)

VM gehört jetzt wie Werner dem Schweizer Investor Transport Capital (Foto: Abellio)


 Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Simon Wagnitz, Pressesprecher von Transport Capital, sagte: »Mit dem Kauf werden nicht nur die bestehenden Verkehrsverträge vollumfänglich fortgeführt und die existierenden Arbeitsplätze gesichert, er stellt vielmehr auch die Basis für ein weiteres Wachstum dar. Unser Prinzip ist es, auf die Stärken der von uns erworbenen Unternehmen aufzubauen.«


 Diese Stärken wolle man mit einer neuen strategischen Ausrichtung und »operationaler Unterstützung« fördern und ausbauen. Gemeinsam mit dem Führungsteam beider Gesellschaften wolle man nicht nur den bestehenden Verkehrsverträgen qualitativ gerecht werden, sondern neues Wachstum erreichen.


 Wolfgang Orth und Dorothee Röckinghausen, Geschäftsführer von VM und Werner, sagten, die letzten Jahre seien sehr anspruchsvoll für die gesamte Busbranche gewesen: »Wir sind überzeugt, dass der Eigentümerwechsel bei beiden Unternehmen die Konzentration auf die Kernkompetenzen forciert und so einen auch weiterhin hohen Serviceanspruch mit der Perspektive zukünftigen Wachstums verbindet.«


 Abellio erinnerte in einer Mitteilung zum Wechsel an die Ankündigung aus dem April 2013, sich aus strategischen Gründen vom deutschen Busgeschäfts zu trennen. Während VM und Werner jetzt verkauft sind, bleibt die Kraftverkehrsgesellschaft Dreiländereck, Zittau, »bis auf weiteres« bei Abellio.


 Transport Capital ist ein privates Finanzinvestitionsunternehmen aus der Schweiz. Auf der Internetseite des Unternehmens, die kein Impressum zeigt und weder Sitz noch verantwortliche Personen nennt, heißt es, man vertraue auf die Zukunft des öffentlichen Verkehrs mit dem Bus in Deutschland. Darum habe man sich dafür entschieden, in diesem Bereich massiv zu investieren. Transport Capital sei zu diesem Zweck gegründet worden.


 Man gehe davon aus, dass ein finanzstarker privater Anbieter für Aufgabenträger interessant sei, die sich die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Professionalität eines großen Busunternehmens wünschen. Ausdrücklich betont wird, dass man kein »passiver Investor« sei, sondern aktiv nach Möglichkeiten suche, zu wachsen. Dabei greife man auf Erfahrung aus Großbritannien, Europa und Nordamerika zurück.


 Über den ÖPNV hinaus sieht Transport Capital Entwicklungsmöglichkeiten im Schulbusverkehr, Werksverkehr, bei Flughafenzubringern und »besonders« im Fernbuslinienbereich. Man sehe »signifikante Marktchancen« für einen großen Anbieter, der auf hohe Qualität setzt.


Kategorie: Betrieb, Top-News