MÜNCHEN: Variobahnen fahren weiter

Die Technische Aufsichtsbehörde bei der Regierung von Oberbayern hat die vorläufige Zulassung der Stadler-Variobahnen bis 31. Mai 2013 verlängert.


Die Zulassung für die Münchner Variobahnen bleibt vorläufig (Foto: SWM)

Die Zulassung für die Münchner Variobahnen bleibt vorläufig (Foto: SWM)


Die aktuelle vorläufige Zulassung der Variobahnen lief zum 31. August aus. Hintergrund sind die nach wie vor bestehenden Unklarheiten wegen der Serienschäden an den Gummikörpern zwischen Radscheibe und Radreifen der Bahnen. Ein Ende Juni vom Hersteller Stadler vorgelegtes Gutachten hatte aus Sicht der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) keine belastbaren Aussagen zur dauerhaften Lösung gebracht (Der Rote Renner berichtete).


Mitte August habe Stadler nun ein weiteres Gutachten vorgelegt, berichtet die MVG. Darin seien Fehler in der Zusammensetzung und Herstellung der Gummielemente »als voraussichtliche Ursache der Schäden bestätigt« worden. Stadler habe neue, veränderte Elemente herstellen lassen und begonnen, die Münchner Bahnen damit auszustatten. Das Gutachten empfehle, die Entwicklung zu beobachten und die neuen Elemente über einen längeren Zeitraum. »darunter auch eine Winterperiode« zu testen.


Auf dieser Grundlage hat die TAB nun die vorläufige Zulassung bis Ende Mai 2013 verlängert. Für die MVG bedeute das, es gebe nun berechtigte Hoffnungen, das die Schäden dauerhaft beseitigt und die Variobahnen endgültig zugelassen werden. Man begrüße die Entscheidung der TAB, die »Bewährungsphase« für die neuen Elemente zu ermöglichen.


Herbert König, Vorsitzender der MVG-Geschäftsführung, sprach von »Licht am Ende des Tunnels«. Er wies aber auch darauf hin, dass die vorläufige Zulassung und der Test mit Risiken behaftet seine. Träten erneut Schäden auf, müssten die Variobahnen kurzfristig aus dem Betrieb genommen werden. Auf dieser Basis könne die MVG keinen Fahrplan erstellen, in dem die Variobahnen benötigt werden. Man werde darum für den zum 9. Dezember 2012 in Kraft tretenden Fahrplan 2013 das Grundangebot ohne die Stadler-Fahrzeuge planen. Sollte im Frühjahr 2013 sicher werden, dass die Bahnen auf Dauer eingesetzt werden können, werde ein »Ergänzungsfahrplan« umgesetzt.


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