Die Entwicklung steckt im Detail

Daimler Buses hat am Freitag im Omnibuswerk Mannheim den neuen Citaro, intern »C2« genannt, vorgestellt.


Zur Präsentation waren einige der bereits gebauten Prototypen des Citaro 2 zu sehen, hier der 18-Meter-Gelenkbus (Foto: Frank Schliffke)

Zur Präsentation waren einige der bereits gebauten Prototypen des Citaro 2 zu sehen, hier der 18-Meter-Gelenkbus (Foto: Frank Schliffke)


Um vorweg allzu große Erwartungen zu dämpfen: Der neue Citaro ist ein Citaro und sieht auch so aus. Chefentwickler Richard Averbeck konnte sich bei der Vorstellung des Wagens eine Spitze nicht verkneifen: Man habe sich entschieden, bei den Flächenscheinwerfern zu bleiben, weil die einfach besser aussähen als einzelne Leuchten an der Front. Hinter der transparenten Abdeckung der Scheinwerfer verberge sich selbstverständlich modernste Lichttechnik.


Die Masse der Veränderungen steckt im Detail (siehe gesonderter Bericht). Besonders augenfällig sind der um 60 Millimeter höher gesetzte Fahrerarbeitsplatz mit hinten angeschlagener Tür und die elektrische Schwenkschiebetür. Letztere sei, sagte Averbeck, zu 100,0 Prozent eine Evobus-Eigenentwicklung und nirgendwo anders zu bekommen.


Buschef Harald Schick sagte, Evobus habe einen genauen Plan, nach dem der C2 als solcher und die einzelnen Varianten in den Markt gebracht werden. Einzelheiten dieses Plans nannte er nicht. Chef-Verkäufer Michael Göpfarth kündigte an, dass der neue Citaro nach und nach in die Produktion einfließe. Schon wegen teilweise noch bis 2014 laufender »Tender« aus gewonnenen Ausschreibungen werde der »alte« Citaro auf jeden Fall zunächst weiterhin verfügbar sein und auch angeboten.


Cheftechniker Averbeck ergänzte, dass es nicht möglich sei, alle Varianten des Citaro auf einmal auf Basis der neuen Plattform anzubieten. Das habe bei der ursprünglichen Markteinführung 1997 noch funktioniert, denn da habe es nur einen Zwölf-Meter-Bus und einen 18-Meter-Bus gegeben. Er erinnerte an die heute bestehende Vielfalt an Längen, Ausführungen und Antriebsvarianten. Diese Vielfalt sei auch der Grund dafür, dass man das neue Modell und Euro 6 zu verschiedenen Zeitpunkten auf den Markt bringe. Beides zugleich wäre nicht zu schaffen gewesen.


Göpfarth wollte eine Nachfrage nach dem Preis des C2 weder konkret noch in Angabe einer prozentualen Relation zum »alten« Modell beantworten. »Preise«, sagte er, »kommunizieren wir gegenüber unseren Kunden.« Zudem agiere man hier auf einem Käufermarkt, da könne man ohnehin die Preise nur eingeschränkt vorhersagen. Immerhin ließ er durchblicken, dass der Wagen erst einmal teurer in den Angebotslisten stehen wird. Der C2 habe einen klaren Mehrwert gegenüber dem aktuellen Modell, verklausulierte Göpfarth, da erwarte man schon, »am Markt einen Mehrerlös realisieren zu können«. Das um so mehr, als durch das phasenweise Parallelangebot von C1 und C2 eben dieser Mehrwert für die Kunden deutlich erkennbar sei.


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Kategorie: Technik, Top-News