HOCHBAHN: Hybrid-XXL im Test

Für zwei Jahre hat die Hamburger Hochbahn zwei Doppelgelenk-Hybridbusse von Hess geleast, um die Wagen »unter Realbedingungen im Hamburger Busverkehr zu erproben«.


XXL-Hybrid von Hess in Hamburg (Foto: Hochbahn)

XXL-Hybrid von Hess in Hamburg (Foto: Hochbahn)


Konkret bedeutet das: Die seriellen Hybride fahren auf der Metrobuslinie 5, auf der 60.000 Fahrgäste am Tag unterwegs sind. Dort fahren planmäßig Van-Hool-Doppelgelenkwagen mit konventionellem Dieselantrieb. Diese sollen bis 2016 ausgemustert werden, da sie die Anforderungen der Hochbahn nicht erfüllen (Der Rote Renner berichtete). Die Hess-Fahrzeuge sind an zwei Achsen angetrieben, anders als die Van-Hool-Wagen, die nur eine Antriebsachse haben, was vor allem bei »schlechten Witterungsverhältnissen« zu Problemen führte.


Die Hochbahn will auch testen, ob die neue XXL-Generation einen geringeren Verschleiß an hochbelasteten Bauteilen aufweist. Um das Sparpotenzial des Hybridbusses bestmöglich zu nutzen, wurden die beiden Busse in aufwendigen Einstellfahrten auf die Strecke der Linie 5 eingemessen. Dabei wurden 250 Punkte festgelegt, an denen die Bordelektronik in die Motorsteuerung eingreift.


Die Ergebnisse des zweijährigen Tests sollen in die Entscheidung einfließen, welche Busse die Hochbahn als Ersatz für die auszumusternden Van-Hool-Wagen beschafft. Als Alternative zu Doppelgelenkwagen war über Fahrzeuge mit einem Gelenk und Überlänge spekuliert werden. Der Mercedes-Benz Capacity könnte die gleiche Kapazität bieten wie die XXL-Busse. Allerdings will die Hochbahn ab 2020 nur noch lokal emissionsfreie Busse beschaffen. Auf dem Weg dahin wären Hybridfahrzeuge der naheliegendere Schritt.


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