MÜNSTER: SCHNAPSZAHL-PREISE IM KARNEVALSTARIF

Die Stadtwerke Münster boten zwischen Weiberfastnacht bis Veilchendienstag wieder ihren Karnevalstarif an, bei dem ein 90-Minuten-Ticket 1,11 Euro anstatt zwei Euro kostet. Die Deckelung des Tageshöchstpreises bei mehrmaligem Lösen des 90er-Tickets erfolgt im Karnevalstarif bereits bei 3,33 Euro anstatt regulär bei 4,50 Euro. Der Karnevalstarif stamme vom Stadtjugendprinzenpaar 2014, sagte Henning Müller-Tengelmann, kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Münster (im Bild). Die 1,11-Euro-Aktion gelte allerdings nur beim 90-Minuten-Ticket mit monatlicher Abbuchung, das sich auf der Stadtwerke-Pluscard, der kostenlosen Kundenkarte der Stadtwerke Münster, befindet. Beim Ticket mit Prepaid-Funktion gelte die Aktion aus technischen Gründen nicht. Die Stadtwerke bedankten sich bei allen Partnern der Verkehrsgemeinschaft Münsterland, die sich der Aktion angeschlossen haben: DB Regio NRW, ZVM, Regionalverkehr Münsterland (RVM), Westfalenbus, Weilke, Veelker und Schäpers. Unser Bild zeigt das Jugendprinzenpaar und den Jugendprinzgardisten zusammen mit Henning Müller-Tengelmann und Carolin Gilles, die die Karnevalszeit nutzt, um auf die Kampagne gegen Alkoholmissbrauch »Voll ist out« aufmerksam zu machen. (Foto: Peter Lessmann / Stadtwerke Münster)

Elektro- und Plugin-Hybridfahrzeuge sollen mit Oberleitungsbussen und dem Schienenverkehr gleichgestellt werden. (Symbolbild Solaris Urbino Electric, Foto: Thomas Burgert)
Elektro- und Plugin-Hybridfahrzeuge sollen mit Oberleitungsbussen und dem Schienenverkehr gleichgestellt werden. (Symbolbild Solaris Urbino Electric, Foto: Thomas Burgert)
SPÜRBARE STEUERENTLASTUNG
27.02.2017

BERLIN: Energiesteuer und E-Busse

Das geänderte Energiesteuer- und des Stromsteuergesetz schafft die rechtliche Gleichstellung von Elektro- und Plugin-Hybridbussen.



Das Bundeskabinett hat am 15. Februar den Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Energie- und des Stromsteuergesetzes beschlossen, teilte der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer (WBO) mit. Das Gesetz beinhaltet die Gleichstellung von Elektro- und Plugin-Hybridfahrzeugen mit Oberleitungsbussen und Schienenverkehr. Die Änderung muss allerdings noch im Bundestag beschlossen werden. Sie hat den Wortlaut: Artikel 4, § 9c Absatz 2: »Die Steuerentlastung beträgt 9,08 Euro für eine Megawattstunde.«

Abhängig von Fahrleistung und Stromverbrauch sowie eventueller elektrischer Heizung/Klimaanlage ergeben sich spürbare Steuerersparnisse: Bei einer Jahresleistung von 50.000 Kilometern beträgt die Entlastung laut WBO rund 600 bis 700 Euro pro Fahrzeug im Jahr. Diese Zahlen können aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nach oben oder unten variieren. Der WBO und seine Mitglieder hatten die steuerliche Gleichstellung von Elektrobussen mit Oberleitungsbussen und dem Schienenverkehr schon lange gefordert.

»Wir freuen uns, dass die in Zukunftstechnologie investierende Omnibusbranche von der Bundesregierung durch steuerliche Gleichstellung mit der Bahn unterstützt wird. Wir haben dies schon lange angemahnt und sehen uns jetzt in unseren Bemühungen bestätigt«, sagte der WBO-Vorstand für Fragen des ÖPNV, Ulrich Rau aus Aalen. Das dortige Unternehmen Omnibus-Verkehr Aalen (OVA) hat erst kürzlich selbst einen Elektrobus in Dienst genommen.

Von: Thomas Burgert

Seniorenvertreter gegen Smartphonetickets. Selbst Automaten seien für manche Fahrgäste zu kompliziert. (Symbolfoto: Krauth Technologie)
Seniorenvertreter gegen Smartphonetickets. Selbst Automaten seien für manche Fahrgäste zu kompliziert. (Symbolfoto: Krauth Technologie)
SENIORENVERBÄNDE ERHEBEN EINWÄNDE
27.02.2017

VRS: Weg vom Papierfahrschein?

Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) denkt darüber nach, herkömmliche Fahrscheine wie das Viererticket abzuschaffen und durch digitale Angebote zu ersetzen.



»Im Zuge der Digitalisierung ist es eine Ideenskizze, dass man auf dieses Ticket über kurz oder lang verzichtet«, sagte VRS-Sprecher Holger Klein der Rheinischen Post (RP). Das Viererticket ist nach einem Bericht der Zeitung das einzige VRS-Ticket, für das man zwingend noch die Entwerter-Kästchen zum Abstempeln braucht. »Wir merken schon heute, wie hoch die Zuwachsraten bei den Handy-Tickets sind«, sagte Klein. Zurzeit würden etwa acht Prozent  aller Fahrscheine darüber verkauft, die jährlichen Steigerungsraten lägen allerdings bei 40 bis 50 Prozent. Im Gegensatz dazu gehe der Verkauf von Vierertickets zurück.

Bei Seniorenvereinigungen kommen solche Überlegungen nach den Recherchen der RP gar nicht gut an. »Wir sehen, dass die Verkehrsverbünde vieles möglichst in den elektronischen Bereich reindrücken. Und das gefällt uns eigentlich nicht«, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Landesseniorenvertretung NRW, Martin Theisohn, der Zeitung. Er befürchtet demnach, dass in Zeiten der Barrierefreiheit neue Barrieren aufgebaut würden.  Auch wenn mittlerweile manche Senioren Zugang zum Internet hätten, hätten sie deshalb noch lange kein Smartphone. »Und wenn man ein Smartphone hat, heißt das noch lange nicht, dass man das alles bewältigen kann.« Die Handytickets seien im Übrigen nur ein Thema. Auch die Ticket-Automaten seien teilweise zu kompliziert. Auch für junge Menschen.

Von: Peter Gebauer

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