VHH: ZEHN SILEOS BESTELLT

Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) haben am Dienstag, 15. August, in der VHH Zentrale in Hamburg-Bergedorf einen Vertrag über die Lieferung von jeweils fünf Batteriebussen in Solo- und Gelenkausführung im Wert von 5,8 Millionen Euro mit der Sileo GmbH nach europaweiter Ausschreibung abgeschlossen. Die Fahrzeuge würden durch eine garantierte Reichweite von mindestens 250 Kilometern im Realbetrieb überzeugen, was durch eine neue Zellgeneration der verbauten Akkus sowie eine überdurchschnittliche Rekuperationsrate erreicht werde. Geladen werden soll über Nacht auf dem VHH-Betriebshof in Hamburg-Bergedorf, wo die dafür notwendige Ladeinfrastruktur entstehen soll. »Durch die große Reichweite sind die neuen Busse sofort auf fast allen Diensten einsetzbar«, sagte VHH-Geschäftsführer Toralf Müller (rechts im Bild). Ebenfalls im Bild anlässlich der Vertragsunterzeichnung: Christine Bozankaya, Geschäftsführerin Sileo GmbH und Sileo-Vertriebsleiter Sven Bohnstedt. (Foto: VHH)

Ministerialdirektor Uwe Lahl (Foto: Verkehrsministerium Baden-Württemberg/ Joachim E. Roettgers/Graffiti)
Ministerialdirektor Uwe Lahl (Foto: Verkehrsministerium Baden-Württemberg/ Joachim E. Roettgers / Graffiti)
FONDS NACHHALTIGE MOBILITÄT
16.08.2017

BAWÜ: Treffen im Verkehrsministerium

Land und Kommunen in Baden-Württemberg haben vereinbart, Vorschläge zu entwickeln, um Mittel aus dem Fonds »Nachhaltige Mobilität für die Stadt« abzurufen.



Bei einem Treffen zwischen kommunalen Vertretern und Vertretern des Landes im Verkehrsministerium in Stuttgart wurde am 15. August vereinbart, dass die Kommunen bis zum 10. September Vorschläge für Projekte einreichen, um dafür in großem Umfang Mittel zur Senkung der Schadstoffemissionen im Verkehr aus dem Fonds »Nachhaltige Mobilität für die Stadt« abrufen zu können. Die Einrichtung dieses Fonds war beim sogenannten Diesel-Gipfel, dem »Nationalen Forum Diesel«, am 2. August in Berlin vereinbart worden.

Die Vorschläge der Kommunen sollen im Landesverkehrsministerium gesammelt, zusammengefasst und dann an den Bund weitergereicht werden. Zu diesen Vorschlägen können unter anderem Maßnahmen für eine intelligente Verkehrssteuerung, die Förderung von Schienenfahrzeugen, emissionsarme Busflotten, Bike and Ride sowie Tarifsenkungen im ÖPNV gehören. Zu dem Treffen im Verkehrsministerium hatte Ministerialdirektor Uwe Lahl die Städte, Kreise und Regierungspräsidien aus Baden-Württemberg eingeladen, wo es im laufenden Jahr eine nennenswerte Grenzwertüberschreitung bei den Stickstoffdioxidwerten gab.

Hintergrund: Beim »Nationalen Forum Diesel« am 2. August 2017 hatten die Teilnehmer einen Fonds mit einem Volumen von 500 Millionen Euro vereinbart, der vom Bund und der Automobilindustrie je zur Hälfte finanziert wird. Daraus sollen unter anderem der Ausbau des ÖPNV sowie emissionsarme Busse und die Verbesserung der Fahrradinfrastruktur gefördert werden.

In einem Interview mit der Heilbronner Stimme fordert der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) unabhängig davon, welche Mittel aus dem Fonds zur Verfügung stehen, eine Nahverkehrsabgabe, um den ÖPNV zu verbessern. »Generell muss der Nahverkehr billiger und besser werden. Wir haben deshalb im Tübinger Gemeinderat einen Beschluss gefasst, der die Landesregierung auffordert, den Kommunen eine neue Finanzierungsmöglichkeit zur Verfügung zu stellen. Ich halte hier die Nahverkehrsabgabe für ein gutes Instrument«, sagte Palmer der Heilbronner Stimme. Er zeigte sich davon überzeugt, dass »neue Angebote und niedrige Preise für den Nahverkehr« viele Menschen zum Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn bewegen könnten.

Von: Thomas Burgert

Flixbus übernimmt den Vertrieb von Locomore. Ob die Marke »Locomore« langfristig bleibt, darf bezweifelt werden. (Grafik: Flixbus)
Flixbus übernimmt den Vertrieb von Locomore. Ob die Marke »Locomore« langfristig bleibt, darf bezweifelt werden. (Grafik: Flixbus)
VERTRIEBS-PROFI FLIXBUS GLAUBT AN LOCOMORE
16.08.2017

LOCOMORE: Leo betreibt - Flixbus vertreibt

Die deutsche Tochter des tschechischen Verkehrsunternehmens Leo Express übernimmt den Betrieb der Locomore Strecke Stuttgart – Berlin und Flixbus übernimmt den Vertrieb.



Flixbus unterstütze die Wiederaufnahme des Locomore-Zugs ab 24. August durch eine großangelegte Vertriebskooperation. Die Locomore-Fahrten würden ins Flixbus-System integriert, sodass sie sich künftig bequem über Flixbus.de, in der Flixbus-App oder bei tausenden von Reisebüro-Partnern buchen lassen. Ebenso wie bei Fernbus-Verbindungen sollen auch Locomore-Fahrgäste dank der Umbuchungs- und Stornierungsregelungen flexibel sein. Durch Komination von Bus und Zug hätten die Fahrgäste noch mehr Reisemöglichkeiten. Bei Eingabe der Webadresse www.locomore.de landet man auf der Flixbus-Unterseite von Locomore. Weil man sich »meeega über den Zuwachs auf der Schiene« freue, biete man zur Wiederaufnahme des Betriebs 9999 Tickets für 9,90 Euro an. Der Zug werde in der Regel zwischen Donnerstag und Montag fahren, wobei es morgens von Stuttgart nach Berlin gehe und nachmittags von Berlin nach Stuttgart. Die Fahrtzeit auf der Gesamtstrecke (Stuttgart – Vaihingen – Heidelberg – Darmstadt – Frankfurt – Hanau – Fulda – Kassel – Göttingen – Hannover – Wolfsburg – Berlin) beträgt über sieben Stunden.

Den Betrieb übernimmt die Leo Express GmbH, die deutsche Tochtergesellschaft des tschechischen privaten Verkehrsunternehmens, das neben Bus- auch Bahnverkehr betreibt. Flixbus und Leo Express (CZ) kooperieren bereits seit 2015 bei der Verknüpfung von Fahrten. Nun will man den Privatzug Locomore zusammen rentabel machen. Locomore war es in Eigenregie nicht gelungen, die nötige Auslastung zu erreichen. Flixbus-Geschäftsführer André Schwämmlein sagte: »Wir haben in den letzten Jahren bewiesen, dass Mobilität nicht teuer sein muss, wenn man die entsprechende Auslastung erreicht. Wir sind überzeugt, dass wir über die FlixBus-Plattform die nötige Zahl an Kunden gewinnen, um einen nachhaltigen Betrieb der Locomore-Strecken auch bei günstigen Ticketpreisen zu ermöglichen.«

Diese und weitere Kooperationen mit dem Schienenverkehr bündle Flixbus nun in der neugegründeten Gesellschaft »Flixtrain«. Dazu Schwämmlein: »Intermodale Konzepte wie die Kombination aus Fernbus und Zug funktionieren bereits in anderen Ländern. So schaffen wir eine attraktive Alternative zum eigenen Auto. Wir glauben, dass die Vernetzung von öffentlichen Verkehrsmitteln auch in Deutschland die Zukunft der Mobilität ist.«

Von: Sebastian Glinski

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