KVG: NEUE SOLARIS-BUSSE VORGESTELLT

Die Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) hat die ersten zehn von 23 neuen Solaris Urbino 12 und New Urbino 18 vorgestellt. Nach einer europaweiten Ausschreibung hatte die KVG bei Solaris im Sommer vorigen Jahres zehn Schubgelenk- und 13 Solobusse bestellt. »Mit der Firma Solaris arbeiten wir seit dem Jahr 2003 zusammen, und diese Kooperation hat sich bewährt«, sagte KVG-Vorstand Michael Maxelon. Die Busse verfügen jeweils über eine zusätzliche Tür, die den rascheren Fahrgastwechsel an Haltestellen erlaubt, ein zusätzliches Multifunktionsabteil für mehr Stellfläche von Mobilitätshilfen, Kinderwagen und Fahrrädern sowie über Monitore zur Fahrgastinformation, die optisch und akustisch über den Fahrtverlauf informieren. KVG-Vorstand Michael Maxelon (links in der Tür) und der Geschäftsführer von Solaris Deutschland, Christian Goll, laden zur Fahrt mit den Solaris-Bussen ein. (Foto: KVG AG / Andreas Fischer)

Die zweite Lohntarifverhandlung zwischen dem LBO und Verdi wurde ergebnislos abgebrochen.
Die zweite Lohntarifverhandlung zwischen dem LBO und Verdi wurde ergebnislos abgebrochen.
TARIFVERHANLUNGEN ABGEBROCHEN
22.03.2017

LBO: Verdi instrumentalisiert Verhandlungen

Der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmer (LBO) und Verdi haben die zweite Runde der Lohntarifverhandlungen ohne Ergebnis abgebrochen.



Nach fast vierstündiger Dauer ist die zweite Verhandlungsrunde über einen neuen Lohntarifvertrag für 15.000 Beschäftigte in den bayerischen Omnibusunternehmen zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) am 22. März ergebnislos abgebrochen worden, berichtet der LBO. Verdi scheine »weiterhin nicht an einer Einigung bei den Tarifverhandlungen interessiert zu sein«, schreibt der LBO. Man habe das Angebot aus der ersten Verhandlungsrunde noch einmal verbessert und zum 1. April 2017 eine Erhöhung von monatlich 75 Euro und in einer weiteren Stufe zum 1. Oktober 2018 monatlich 30 Euro mehr angeboten, berichtet der LBO. Dies entspreche einer Erhöhung der Fahrerlöhne von 4,9 bis 5,3 Prozent. Verdi habe das Angebot jedoch kategorisch abgelehnt.

Die Gewerkschaft verlange von den privaten Busunternehmen eine für den LBO »nicht verhandlungsfähige Lohnerhöhung von über 20 Prozent in den nächsten drei Jahren«. Eine Sicherung der tarifgebundenen Arbeitsplätze in den privaten Busbetrieben sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gegenüber Verkehrsbetrieben, die schlechteren Tarifbedingungen unterlägen oder auf Leiharbeitnehmer zurückgriffen, spielten »für Verdi in der laufenden Tarifauseinandersetzung offensichtlich keine Rolle mehr«, wirft der LBO der Gewerkschaft vor. Für den LBO dränge »sich der Eindruck auf, dass Verdi die Tarifverhandlungen dazu instrumentalisiere, um die privaten Omnibusunternehmen im öffentlichen Personennahverkehr auszuschalten«.

In diesem Zusammenhang nennt es der LBO »besonders unverständlich«, dass Verdi nun versuche, den LBO-Tarifvertrag zu diskreditieren und die aktuellen Tariflöhne in die Kategorie »Dumpinglöhne« zu schieben. Noch im Januar 2016 habe Verdi dem LBO-Tarifvertrag bescheinigt, dass mit diesem Lohn- und Sozialdumping in Bayern verhindert würde. Der LBO sieht darin eine »Verleumdungskampagne«, mit der Verdi die jahrzehntelange bewährte Tarifpartnerschaft und tausende noch tarifgebundene Arbeitsplätze im privaten bayerischen Omnibusgewerbe gefährde. »Der LBO hofft weiterhin, dass die Tarifkommission von Verdi doch noch zur Vernunft kommt und ein vernünftiger Tarifabschluss zum 1. April 2017 vereinbart werden kann«, sagte LBO-Verhandlungsführer Nico Schoenecker.

Von: Thomas Burgert

Der Aufsichtsrat bestellte Richard Lutz zum neuen Vorstandsvorsitzenden der DB. (Foto: DB AG)
Der Aufsichtsrat bestellte Richard Lutz zum neuen Vorstandsvorsitzenden der DB. (Foto: DB AG)
VERTRÄGE VON HUBER UND POFALLA VERLÄNGERT
22.03.2017

DB: Richard Lutz ist neuer Bahnchef

Der DB-Aufsichtsrat hat Richard Lutz zum neuen Vorstandsvorsitzenden bis März 2022 bestellt sowie die Verträge von Huber und Pofalla verlängert.



Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn hat erwartungsgemäß in einer turnusmäßigen Sitzung Richard Lutz (52) zum neuen DB-Vorstandsvorsitzenden bis zum März 2022 bestellt. Lutz arbeitet seit 1994 für die Deutsche Bahn und hat seit April 2010 das Vorstandsressort Finanzen & Controlling verantwortet. Das Ressort Finanzen & Controlling wird nun mit dem Ressort des Vorsitzenden zusammengeführt. Zugleich zog der Aufsichtsrat die ohnehin anstehenden Wiederbestellungen der Vorstände Berthold Huber (Personenverkehr) und Ronald Pofalla (Infrastruktur) vor. Beide erhalten ebenfalls einen Fünf-Jahres-Vertrag, der jeweils bis März 2022 läuft.

»Keiner kennt die Deutsche Bahn so gut wie Herr Dr. Lutz. Seine Kompetenzen und Erfahrungen stehen für die notwendige Kontinuität, die das Unternehmen inmitten eines rasanten Wandels benötigt«, sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Utz-Hellmuth Felcht, am 22. März in Berlin. Mit der Verlängerung der Verträge von Berthold Huber und Ronald Pofalla dokumentiere der Aufsichtsrat, dass diese drei Personen »gemeinsam mit Personalvorstand Ulrich Weber ein Team bilden, welches das Programm Zukunft Bahn für mehr Kunden und Qualität konsequent und erfolgreich fortführen wird«, sagte Felcht weiter.

Zusätzlich zu den Ressorts »Vorsitzender«, »Personenverkehr«(inklusive DB Arriva), »Infrastruktur« sowie »Personal & Recht« werden neu die Vorstandressorts »Digitalisierung & Technik« und »Güterverkehr & Logistik« eingerichtet. Über die Besetzung der beiden neuen Ressorts werde man »zeitnah entscheiden«, kündigte der Aufsichtsrat der DB an. Bis dahin leitet Richard Lutz kommissarisch das Ressort »Digitalisierung & Technik«, Berthold Huber verantwortet vorübergehend auch das Ressort »Güterverkehr & Logistik«.

Von: Thomas Burgert

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