NEOPLAN: YACHT FÜR DIE STRASSE

Bei der abgebildeten »Roadyacht« handelt es sich um einen 46 Jahre alten, zum Unikat umgebauten Neoplan Skyliner (Baujahr 1971), der zwischen März und Oktober als Reisemobil oder Fahrzeug für Veranstaltungen gebucht werden kann. Günter Erhart, der bei der Bahn eine Ausbildung zum Kfz-Schlosser für Busse absolviert hatte, kaufte sich 1981 einen damals runtergekommenen Skyliner und machte ihn in fünf Jahren zum Unikat, welches am italienischen Lago Maggiore »vor Anker« liegt, jedoch auch für Fahrten in andere Länder gebucht werden kann. Mit geöffnetem Heckdach verwandelt sich der Skyliner in eine Dachterrasse, in der bis zu 25 Personen Platz finden, beispielsweise bei Betriebsfeiern, Messe- oder Musik-Events. Für den Straßenverkehr ist das Fahrzeug für Fahrer und acht Mitfahrer zugelassen, für sechs Personen finden sich Schlafplätze. Darüber hinaus Messe und Kombüse, im Zwischendeck WC und Bad als Festeinbauten. Die Räume können durch Schiebewände oder Vorhänge getrennt werden. Weitere Bilder finden interessierte Leser auf der Internetseite www.roadyachting.com (Foto: roadyachting)

Foto: Martin Wendlandt
Foto: Martin Wendlandt
OPEC-FÖRDERKÜRZUNG OHNE WIRKUNG
22.06.2017

DIESEL: Preise im freien Fall

An den Tanksäulen kostet Diesel 1 Euro, teils weniger, oft etwas mehr. Ohne Mehrwertsteuer sind das 84 Cent pro Liter.



Die von der OPEC im Mai verabredete Förderkürzung und der damit erhoffte Preisstabilisierungseffekt bleibt völlig aus. Im Gegenteil, die Rohölpreise sind um 20 Prozent und mehr gesunken. Die Sorte WTI ging von 53 auf 43 US-Dollar pro Barrel zurück. Brent gab von 56 auf 46 US-Dollar nach.

Die Berichte rund um die Rohstoffbörsen lassen wissen, dass die Öltankermengen, das sind die schwimmenden Öltanks auf den Weltmeeren, einen historischen Höchststand erreicht haben. Russland und Libyen haben nach der OPEC-Sitzung ihre Fördermengen und die Exporte erhöht. Diese Schilderung der Fakten lässt doch nur die Vermutung zu, dass eine Entwicklung der Rohölpreise wie in 2016 unwahrscheinlich ist. Im vergangenen Jahr ging der Dieselpreis bis zum Jahresende stetig nach oben. Weshalb sollte das in diesem Jahr so sein? Der Ärger rund um Katar dürfte schnell vergessen sein. Die USA liefern den Ölscheichs modernste Bomber, obwohl Trump sie gerade noch als Finanzier des IS bezeichnet hat. Nein, wenn Trump nicht plötzlich einen Krieg mit Nordkorea oder gar in Syrien mit den Russen beginnt, wird sich am Ölpreis nicht so viel ändern. Unsere Leser werden in den nächsten Wochen und Monaten weiterhin günstig einkaufen können.

Von: Martin Wendlandt

BDO-Präsident Wolfgang Steinbrück fordert gute Rahmenbedingungen für die Bustouristik. (Foto: BDO)
BDO-Präsident Wolfgang Steinbrück fordert gute Rahmenbedingungen für die Bustouristik. (Foto: BDO)
STUDIE ZUM BUSTOURISMUS
22.06.2017

BDO: Wichtiger Wirtschaftsfaktor

Eine neue Studie belegt die Bedeutung des Bustourismus als Wirtschaftsfaktor in Deutschland, erstmals wurde auch der Fernbusbereich mit einbezogen.



Laut einer aktuellen Studie erwirtschaftet der Bustourismus in Deutschland einen Bruttoumsatz in Höhe von 14,3 Milliarden Euro. Die Untersuchung trägt den Titel »Wirtschaftsfaktor Bustourismus in Deutschland« und wurde vom Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (BDO) am 22. Juni in Berlin vorgestellt. Durchgeführt wurde sie vom Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr an der Universität München (DWIF). Es ist nach 2009 die zweite Studie dieser Art. Im Vergleich zur ersten Auflage stieg der Bruttoumsatz von 2009 bis zur aktuellen Ausgabe (Werte von 2015) um 17,1 Prozent. Der Nettoumsatz lag um 19,8 Prozent höher als im Vergleichsjahr.

Der Bustourismus sei »als wichtiger Wirtschaftsfaktor in Deutschland anzusehen«, fasste DWIF-Vorstand Bernhard Harrer zusammen. Über 42.000 Arbeitsplätze sind laut der Studie direkt in der Bustouristik verankert. Gut 80.000 Beschäftigte erzielen zudem ihr Einkommen in Hotels, Gaststätten und Kultureinrichtungen, welche unmittelbar von den Leistungsbausteinen bei Busreisen abhängen. Alleine durch die Zusatzausgaben von über 81 Millionen Reisenden im Gelegenheits- und über 18 Millionen Bustouristen im Fernverkehr verdienen laut der Untersuchung knapp 63.000 Menschen in Deutschland ihren Lebensunterhalt.

Neu erfasst wurde in der zweiten Auflage der Studie die Wirtschaftsleistung des Fernbussegments. Von den rund 23,2 Millionen Fahrgästen im Fernbus seien rund 80 Prozent als touristisch anzusehen. Auf den Fernbusverkehr könnten 5,5 Millionen Übernachtungen in gewerblichen oder privaten Beherbergungsbetrieben zurückgeführt werden. Pro Fernbustourist und Tag entstünden so Zusatzausgaben in Höhe von 52,50 Euro für Gastgewerbe, Einzelhandel und die Inanspruchnahme von Dienstleistungen. Sämtliche zusätzlichen Ausgaben dieser Gruppe belaufen sich demnach auf 735 Millionen Euro.

»Der Bustourismus sorgt für Wachstum und Beschäftigung«, sagte BDO-Präsident Wolfgang Steinbrück und betonte in diesem Zusammenhang: »Unternehmer brauchen gute Rahmenbedingungen, damit sie diese Erfolgsgeschichte fortschreiben können.«

Von: Thomas Burgert

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