11.10.2017

Von: Peter Gebauer

MASSIVE VORWÜRFE GEGEN DEN DING-VERKEHRSVERBUND

DING: Sprechstunde fürs Handy-Ticket

Die zum 1. Januar vorgesehene Umstellung auf Handy-Tickets bringt den Donau-Iller-Nahverkehrsverbund (Ding) in Bedrängnis. Der Vorwurf: Man setze rücksichtslos auf Digitalisierung.


Busse der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm. Das Verkehrsunternehmen ist derzeit massiven Vorwürfen ausgesetzt. (Foto: Stadtwerke Ulm)

Busse der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm. Das Verkehrsunternehmen ist derzeit massiven Vorwürfen ausgesetzt. (Foto: Stadtwerke Ulm)


Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm sind als Ding-Teilhaber ebenfalls betroffen. Sie gehen jetzt mit »Handy-Ticket-Sprechstunden« in die Gegenoffensive. So sollen Vorurteile gegen das neue Angebot abgebaut werden, sagte Markus Zimmermann der Marketing-Beauftragte der Stadtwerke, jetzt der Augsburger Allgemeinen. Die erste dieser Sprechstunden ist am 18. Oktober im Kunden-Center der Stadtwerke. Die teils sehr massive Kritik gegen die Umstellung kommt von Fahrgästen, aber auch aus der Kommunalpolitik.

Als Gründe für die Abschaffung der rabattierten Ding-Card führt der Verkehrsverbund das Alter des Systems an, das schlicht veraltet sei. Außerdem seien viele Fahrzeuge im Ding-Verbund mit neuen Verkaufsgeräten unterwegs, die die alte Ding-Card nicht mehr verarbeiten könnten. Den rabattierten Einzelfahrschein für Erwachsene gebe es aber auch weiterhin, teilt der Verbund auf seiner Internetseite mit, ab Januar dann eben nur noch über das neue Handy-Ticket. Wer dieses Handy-Ticket nicht nutzen kann oder will, der könne aber auch nach dem 1. Januar 2018 weiterhin im Preis reduzierte Tageskarten kaufen.

Die Donau-Iller-Nahverkehrsverbund-GmbH (Ding) organisiert seit dem 1. Januar 1998 den öffentlichen Nahverkehr im Alb-Donau-Kreis, im Landkreis Neu-Ulm und in der Stadt Ulm – seit der Fusion mit dem Biberacher Nahverkehrsverbund am 1. Januar 2003 auch im Landkreis Biberach. Der Donau-Iller-Nahverkehrsverbund ist ein Mischverbund, an dem die Gebietskörperschaften ebenso wie die Verkehrsunternehmen beteiligt sind. Insgesamt sind bei Ding seit 1. Januar 2003 34 Verkehrsunternehmen einschließlich der Bahn zusammengeschlossen.


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