12.09.2017

Von: Thomas Burgert

DIREKTVERBINDUNGEN UND NEUE ANGEBOTE

THÜRINGEN: Bessere Vertaktung zum Fahrplanwechsel

Mit einer besseren Vertaktung von Nah- und Fernverkehr will Thüringen die Vorteile der neuen ICE-Schnellstrecke München-Berlin in die Fläche tragen.


Thüringens Verkehrsministerin Birgit Keller (Foto: Verkehrsministerium Thüringen/ Andreas Pöcking)

Thüringens Verkehrsministerin Birgit Keller (Foto: Verkehrsministerium Thüringen / Andreas Pöcking)


Thüringens Verkehrsministerin Birgit Keller (Linke) hat am 11. September gemeinsam mit der Nahverkehrsservicegesellschaft (NVS) Thüringen und der Deutschen Bahn den neuen Fahrplan vorgestellt, der am 10. Dezember 2017 in Kraft tritt. Durch die neue Schnellstrecke Berlin-Erfurt-München, deren letztes Teilstück dann in Betrieb genommen wird, werde Thüringen zu einem bedeutenden Drehkreuz. Die sich daraus ergebenden Vorteile wolle man »mit einer guten Vertaktung zwischen Nah- und Fernverkehr in alle Teile Thüringens tragen«, sagte Ministerin Keller.

Als einen »gewaltigen Mobilitätssprung« bezeichnete Eckart Fricke, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Mitteldeutschland, die Inbetriebnahme der Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin-München. Davon würden rund 17 Millionen Menschen entlang der neuen Strecke profitieren. Mit den neuen Fahrplänen gebe es »deutlich kürzere Reisezeiten und bessere Fernverkehrsverbindungen«.

Mit dem Fahrplan 2018 werde man einige Verbindungen teils deutlich beschleunigen, zudem würden neue Direktverbindungen geschaffen und zusätzliche Angebote eingerichtet. Zwischen Erfurt und Jena besteht künftig ein circa halbstündliches und zwischen Erfurt und Weimar ein circa viertelstündliches Angebot. Zusätzliche Züge werden auch zwischen Jena und Halle sowie zwischen Erfurt und Ilmenau verkehren, um nur einige Beispiele zu nennen. »Die im Juni 2017 beschlossene Elektrifizierung der Mitte-Deutschland-Verbindung von Weimar bis Gößnitz wird zusätzliche Vorteile bringen, insbesondere für Ostthüringen«, versprach die Ministerin.

»Zukünftig verkehren sechs Fernverkehrslinien über Erfurt, die Fernverkehrshalte verdoppeln sich auf rund 80 pro Tag. Neue Anschlüsse zwischen Fern- und Nahverkehr werden das System Schiene noch attraktiver machen«, sagte Thomas Grewing, Geschäftsführer der Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen.


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