12.09.2017

Von: Thomas Burgert

Shuttles machen stolz

Seit rund 15 Monaten testet Postauto Schweiz im Stadtzentrum von Sion zwei selbstfahrende Minibusse. Die beiden Smartshuttles kommen bei der Bevölkerung gut an, wie eine jetzt vorgestellte Akzeptanzstudie zeigt und das sowohl bei den Fahrgästen, wie auch bei anderen Straßenverkehrsteilnehmern, ja der ganzen Stadt. So sei in Sion auf die Frage, was man angesichts der selbstfahrenden Shuttles empfinde, sehr häufig der Satz gefallen: »Das macht uns stolz.«



Nutzung steigert also die Akzeptanz, was schon mal ein erfreuliches Ergebnis ist und zeigt, dass die Menschen gegenüber moderner Technologie eben doch nicht so kritisch eingestellt sind, wie das oft vermittelt wird. Gleichzeitig haben die Versuche auch gezeigt, dass man in vielerlei Hinsicht noch ganz am Anfang steht. Technische Fragen sind zu klären, vor allem aber muss es einen rechtlichen Rahmen für den Einsatz solcher Fahrzeuge geben und bis dorthin scheint es noch ein weiter Weg zu sein.

Beschreiten – oder besser befahren – will man diesen Weg aber bei Postauto auf jeden Fall. Verkehr werde künftig anders organisiert werden müssen, sagte Susanne Ruoff, CEO Post Schweiz, und autonom fahrende Fahrzeuge werden ein Baustein dieser Zukunft sein. Hier wolle man als Verkehrsunternehmen eine Pionierrolle einnehmen, betonte das Unternehmen. Autonomes Fahren biete große Chancen für den Öffentlichen Verkehr, die es zu nutzen gelte. Dem kann man nur zustimmen und auch in Deutschland wäre es nicht schlecht, wenn es der öffentliche Verkehr ist, der sich dieses Themas beherzt annimmt, ehe es ein anderer tut.

Thomas Burgert


Kategorie: Editorial